Saunafreunde `84 in der Landeshauptstadt Schwerin

Die jährliche Saunafahrt führte uns Saunafreunde am letzten Wochenende im Oktober nach Schwerin. Die Anreise erfolgte am Donnerstag mit der Bahn und wir acht beteiligten Saunafreunde erreichten pünktlich den Hauptbahnhof Schwerin. Das reservierte „Hotel am Schloss“ in der Innenstadt wurde zu Fuß bei leichtem Nieselregen und nach einer kleinen Kaffeepause erreicht und zeigte sich während des Aufenthalts als hervorragende Unterkunft. Wir wurden gegen 17 Uhr sehr freundlich empfangen und konnten sofort einchecken. 

Schon eine Stunde später erwartete und das Altstadt Brauhaus mit für uns reservierten Plätzen. Die nächsten Stunden genossen wir im gemütlichen Brauhaus, ließen uns die Gerichte und die hauseigenen Biere schmecken. Der erste Tag endete am anstrengenden Anreisetag recht früh in den gemütlichen Hotelzimmern.

Gut ausgeschlafen genossen wir das leckere Frühstücksbuffet am Freitagmorgen, umsorgt vom sehr freundlichen und aufmerksamen Hotelpersonal. Nach dem Frühstück gingen wir Richtung des wenige hundert Meter nahen Schlosses und bogen schließlich zum Marktplatz ab, um eine Stadtführung oder eine Stadtrundfahrt zu buchen. Heftige Sturmböen nahmen uns die Entscheidung ab und wir machten mit dem „Petermännchen“, einer kleinen Bahn, eine Stadtrundfahrt. Petermännchen wurde der Schlossgeist genannt, daher die Bezeichnung.

Schwerin zeigte sich von seiner ganzen Schönheit. Schlossgarten, Prachtstraßen, Villen, Dom und nicht zuletzt das Schloss bildeten neben vielen Sehenswürdigkeiten eine wunderschöne Kulisse bei dieser unterhaltsamen Rundfahrt mit Wissenswertem zur tausendjährigen Stadtgeschichte. Das geschichtsträchtige Cafe Prag liefen wir zur Mittagszeit an, bevor wir den Burggarten besichtigen wollten. Die Besichtigung fiel leider flach, weil der Garten aus Sicherheitsgründen wegen der starken Windböen gesperrt worden war. Stattdessen entschieden wir uns für eine Seenfahrt mit der „Weiße Flotte“. Der Wind war uns bei dieser Fahrt hold und ließ sozusagen locker, sodass wir eine ganz entspannte Fahrt über mehrere Seen im Bug des Schiffes richtig genießen konnten. Altstadt Brauhaus sollte wieder unser Ziel am Abend sein. Freie Plätze waren ohne Reservierung nicht zu bekommen und wir hatten Glück, das uns im Kartoffelhaus kurzfristig noch acht Plätze reserviert wurden. Mit uns war das Restaurant bis auf den letzten Platz über mehrere Stunden immer voll besetzt gewesen. Das Kartoffelhaus erwies sich als Glücksgriff, denn die Speisen und das hauseigene Bier erwiesen sich in gemütlicher Atmosphäre als ebenso lecker, wie abends zuvor im Brauhaus. Noch weit vor Mitternacht suchten wir nach einem ereignisreichen Tag wieder unser Hotel auf.

Am Samstagmorgen erwartete uns wieder ein gutes Frühstücksbuffet, was wir ausgiebig genossen. Der Vormittag stand zur freien Verfügung und er wurde genutzt, um zwei der vier riesigen Einkaufszentren der Landeshauptstadt aufzusuchen. Das Schlosspark-Center- Schwerin und gleich gegenüber die Marienplatz-Galerie erwiesen sich als große Magneten für die Kundschaft und uns. Kleine Einkäufe standen an und für das körperliche Wohl wurden von einigen Saunafreunden auch Massagestühle genutzt. Am Nachmittag versuchten wir wieder den Burggarten zu besichtigen und fanden diesen auch geöffnet vor. Der Garten zeigt sich sehr interessant mit „doppelter Buche“, Grotte, Orangerie und weiteren Sehenswürdigkeiten. Zudem liegt er wunderschön zwischen Schloss und See. Im Schlosshof machten wir uns ein Bild vom Gebäude und dem eingebundenen Landtag. Zur Bundesligazeit suchten wir eine Skybar auf, nicht ohne uns vorab nochmals Plätze im Brauhaus zu sichern. Der Fußball beschäftigte nicht nur live, sondern einige von uns auch noch in der anschließenden Sportschau. Spät am Abend besuchten wir das Brauhaus und ließen dort den Samstag sozusagen ausklingen. Interessante Gastronomie bot sich uns nach dem Brauhaus nicht mehr an und wir landeten schließlich wieder im Hotel. Die Lichter gingen wieder vor der Geisterstunde in den Zimmern aus.

Am Sonntag, dem Tag der Rückreise, frühstückten wir noch etwas länger, als die zwei Tage zuvor. Das Wetter zeigte sich von einer schlechten Seite, Sturm und Regen bestimmten den Vormittag und hinderte einige von uns, nochmals durch die Stadt zu bummeln. Während fünf Saunafreunde das Hotel bevorzugten, um auf die Abreise zu warten, lernten die drei weiteren Freunde bei ihrem Spaziergang noch ein schickes, modernes Cafe kennen. Schließlich wurde der Hbf. nach 13 Uhr mit Taxis angefahren, die Rückreise begann fast pünktlich und führte über Bad Kleinen, Lübeck, Hamburg und Hannover schließlich bis nach Salzderhelden, wo wir mit 90 Minuten Verspätung schließlich ankamen. Der ICE ab Hamburg nach Hannover fuhr mit fast 70 Minuten Verspätung ab und der Metronom nach Salzderhelden musste seine Fahrt für 25 Minuten wegen des Ausfalls eines Stellwerkes unterbrechen.

Fazit: Schwerin war ein tolles Ziel und wir Saunafreunde `84 hatten viel Spaß!