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Weimar war das Ziel der diesjährigen Fahrt der Saunafreunde 1984.

Anlässlich des 363. Zwiebelmarktes hatte Erwin Hinz als zuständiger Organisator dieser Saunafahrt vom 7. - 9. Okt. die geschichtsträchtige Stadt Weimar ausgesucht. Die Saunafreunde traten am Freitag früh die Reise an und erreichten pünktlich um halb 12 den Treffpunkt an der Tourist-Information am Markt für die gebuchte zweistündige Stadtführung. Die versierte, freundliche Stadtführerin machte beim Rundgang durch die Altstadt von Weimar einen umfassenden Streifzug durch die Jahrhunderte und informierte uns über die prominenten Bürger und deren "Unterkünfte" in dieser schönen Stadt. Viele Gebäude und Denkmäler erinnern heute an die Dichter, Künstler und Musiker, denen Weimar über viele Jahre eine Heimat bot und u.a. auch an Martin Luther und Herzogin Anna Amalia, die wohl bedeutenste und wichtigste Persönlichkeit für diese Stadt. Goethe, Schiller, Herder, Cranach, J.S. Bach und Franz Liszt seien stellvertretend für die bedeutenden Persönlichkeiten genannt. Auch dunkle Jahre erlebte Weimar in der NS-Zeit, denn A. Hitler erklärte das heute noch existierende Hotel Elephant am Markt zu seinem Domizil und ließ es sich "zweckmäßig" umgestalten. Die Stadt Weimar, Kulturstadt Europas, hat heute 65.000 Einwohner und wird von vielen Sehenswürdigkeiten und Museen geprägt. 

Nach der Stadtführung stärkten wir Freunde uns kurz an den mittlerweile eröffneten Ständen des ältesten und bekanntesten Festes in Thüringen, bevor das 9 km entfernte Park Inn Radisson Hotel in Legefeld aufgesucht wurde. Am späten Nachmittag fuhren wir mit dem Stadtbus wieder hinein nach Weimar und genossen die kulinarischen Köstlichkeiten und Getränke des Zwiebelmarktes ebenso, wie das außerordentlich gute musikalische Programm auf vielen großen und kleinen Bühnen. Die zur Geisterstunde geplante Rückfahrt zum Hotel verspätete sich durch den übermäßig strapazierten Nahverkehr um 75 Minuten, in denen wir neben der Haltestelle noch das urige Bierlokal, den sehr gemütlichen Gasthof "Luise" kennen lernten. 

Am Samstag besichtigten wir zunächst mehrere Stunden Schloss Belvedere mit Orangerie, Musikschulen, Gärten und Parkanlagen. Danach lockte natürlich wieder der Zwiebelmarkt, der allerdings witterungsbedingt unter keinem guten Stern stand und mit häufigen Regenfällen zu kämpfen hatte. Nach Bummel durch die gemütlichen Gassen und über die schönen Plätze, sowie Stärkungen an den vielen Ständen zog es schließlich einige Freunde wieder zum Hotel, um das Fußballspiel gegen Tschechien zu verfolgen, während andere das musikalische Angebot und hier besonders eine heimische Cover-Band bevorzugten.

Am Sonntagmorgen nach dem Frühstück traten wir die Rückreise nach Markoldendorf mit sehr schönen Eindrücken einer tollen Stadt und eines traditionsreichen Festes an.  

 

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Ein kleiner Platz am Stadtschloss vor der offiziellen Eröffnung des Zwiebelmarktes 

 

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Die Saunafreunde vor der Bibliothek "Anna Amalia"

 

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Das Gartenhaus von Goethe, Blick aus einem Park heraus über die Ilm

 

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Das Schloss Belvedere nah bei Weimar