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"Saunafreunde `84 auf den Spuren von Wilhelm Busch"  

Die Freunde nutzen regelmäßig die Saunapause in den Monaten Juli und August für diverse Aktivitäten.

In dieser Woche startete die Gruppe am frühen Abend mit Partnerinnen auf Einladung des Gründungsmitglieds, Heinrich-Wilhelm ("Heike"), zu einer Fahrradtour mit dem Ziel Lüthorst, um dort den Spuren von Wilhelm Busch zu folgen. Zwei Mitglieder des sehr rührigen Heimatvereins "Wilhelm Busch" Lüthorst e.V. führten über ca. 2 Stunden in die Welt des 19. Jahrhunderts zum humoristischen Dichter, Zeichner und Maler, Wilhelm Busch, dem Pionier des Comics. Die Reise in die Vergangenheit über den Infomationspfad begann an der entsprechenden Informationstafel und im Wilhelm Busch Zimmer. In diesem kleinen aber sehr feinen Museum erhielt unsere Gruppe durch einen informativen Vortrag von Herrn Dehne einen sehr interessanten Einblick in die "Welt" von Wilhelm Busch. Die Ausstellung zeigt sich informationsreich gespickt mit verschiedenen originalen Werken von Wilhelm Busch, sowie Briefen und Utensilien dieses genialen deutschen Künstlers. Ein hochprofessioneller Film  der vorhandenen multimedialen Präsentation im "Zimmer" stimmte unsere Gruppe mit den verschiedenen Lebensstationen und Familienverhältnissen des am 15. April 1832 geborenen und am 9. Januar 1908 verstorbenen Wilhelm Busch auf die anstehende kleine Wanderung durch Lüthorst ein.

Den Friedhof, auf dem sich eine gepflegte Familiengrabstätte der Angehörigen von Wilhelm Busch befindet, fuhren wir noch mit unseren Fahrrädern an, um diese anschließend beim "Wilhelm Busch Hotel" abzustellen. Auf den Spuren von Wilhelm Busch begleitete uns nun Herr Herbst, der es humoristisch verstand, die weit entfernte Vergangenheit in unserer Gegenwart wieder aufzufrischen. Vom Hotel aus gingen wir dann weiter über den Wilhelm Busch Gedenkstein (Foto) hin zum Ziegen- und Gänsestall, einem Originalschauplatz am Pfarrhaus von Lüthorst, liebevoll vom Heimatverein restauriert, zum Erleben und Verweilen mit Sitzmöglichkeiten und zusätzlichen medialen Informationen. Weiter ging es unter der Kastanie am Wilhelm Busch Spielplatz und der über 700 Jahre alten Gerichtslinde  entlang zum Kirchturm mit einem historisch nachgestellten Klassenzimmer in der ehemaligen Dorfschule. Hier trug sich die Gruppe gern in das Gästebuch ein.

 

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Ein gemütlicher Abend mit Essen und Trinken im sehr gastfreundlichen Wilhelm Busch Hotel (Foto) ließ schließlich die Spuren von Wilhelm Busch an diesem Abend enden. Der Wirt spendierte passend zu unsererm Event einen Obstler mit der treffenden Bezeichnung "Wilhelm Busch Nachthupferl", bevor wir bei Dunkelheit gegen 22.30 Uhr wieder unsere Fahrräder zur Heimfahrt sattelten. 

 

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Fazit: Dem Heimatverein  "Wilhelm Busch" Lüthorst e.V. und seinen Mitgliedern sowie ehrenamtlichen Helfern und Sponsoren gebührt unser uneingeschränktes Lob für die Schaffung und Pflege dieser sehr informativen Stationen auf den Spuren von Wilhelm Busch. Der Verein bietet hiermit ein absolutes Highlight in unserer Region, das wir nach unseren in zwei Stunden gemachten Erfahrungen Urlaubern ebenso als lohnendes Ziel empfehlen, wie in der Umgebung ansässigen Bürgern. Zwei Stunden, die uns  verzauberten und staunen ließen, werden uns veranlassen wieder `mal Lüthorst zu besuchen, um noch mehr Spuren von Wilhelm Busch zu folgen.

 

Zwei (auch heute noch hochaktuelle) Verse von Wilhelm Busch aus "Die fromme Helene":

Zwar, man zeuget viele Kinder,

doch man denket nicht dabei.

Und die Kinder werden Sünder,

wenn`s den Eltern einerlei.

(erstes Kapitel)

 

Als ich so von ungefähr

durch den Wald spazierte,

kam ein bunter Vogel,der

pfiff und quinquillierte.

Was der bunte Vogel pfiff,

fühle und begreif`ich:

Liebe ist der Inbegriff,

auf das andre pfeìf`ich.

(viertes Kapitel)

 

29. Juli 2016 (DM)