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Fahrradtour in der Sommerpause zum niedersächsischen Hengstaufzuchtsgestüt.

In der Sauna-Sommerpause führte die traditionelle Fahrradtour der "Saunafreunde 1984" Ende August am späten Nachmittag zum Gestüt nach Hunnesrück. Der Saunafreund Heinrich-Wilhelm Rohmeier hatte uns dort zu einer einstündigen Führung angemeldet. In knapp einer halben Stunde erreichten wir mit unsereren Partnerinnen das Ziel und wurden von Michael Bertelmann, dem Gestütsleiter seit 20 Jahren, freundlich zum Rundgang empfangen. Herr Bertelmann gab zum Einstieg einen historischen Überblick der Entwicklung des Gestüts über mehrere Jahrhunderte, bevor wir uns auf den Rundgang machten. Mehr als 10 Mitarbeiter werden ganzjährig auf einer Betriebsfläche von rund 500 ha beschäftigt, wovon etwa 380 ha auf Ackerland und 80 auf Dauergründland entfallen. Das Gestüt bietet geräumige Pensionsboxen ebenso an, wie ausgiebige Alternativen (Reithalle, Außenreitplatz, Springplatz, Logierzirkel) die Pferde zu bewegen, zu pflegen und weiden zu lassen. Hauptaufgabe des Gestüts ist natürlich die Hengstaufzucht. Jährlich im Herbst werden 50 Absatzfohlen mit erfolgversprechenden Abstammungen ersteigert. Zunächst werden die Fohlen in Kleingruppen nach Größe und Farben getrennt und schließlich zu einer großen Herde zusammengeführt. Beste Genetik in Verbindung mit artgerechter Aufzucht und Haltung bilden die Grundlage für ein langes gesundes Pferdeleben, ebenso eine gesunde und artgerechte Ernährung, wobei die Futtermittel zum größten Teil auf dem Gestüt selbst erzeugt werden. Es ist immer ein weiter Weg zum erfahrenen, zuverlässigen Reitpferd. Ein schonender und einfühlsamer Beritt der Perde ist eine weitere wesentliche Voraussetzung, um das individuelle Leistungspotential des einzelnen Tieres deutlich zu machen. Nach zwei Jahren der Aufzucht werden die Junghengste verkauft und überwiegend vom Landgestüt Celle übernommen. Desweiteren versteht sich das Gestüt als starker und flexibler Partner landwirtschaftlicher Betriebe und bietet Landwirten ein Dienstleistungspaket aller ackerbaulichen Arbeiten bis zur Bewirtschaftung kompletter Betriebe an.

Mit tollen Eindrücken wurden wir von Michael Bertelmann herzlich verabschiedet. Unser Fazit: Das Gestüt ist sehr sehenswert und immer einen Ausflug wert!

Mit den Fahrrädern fuhr unsere Gruppe zurück nach Markoldendorf, um dann im Beverkeller einen geselligen und kulinarischen Abschlussabend zu verbringen.

 

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Nach der Besichtigung vor wunderschöner Kulisse